Bank of America warnt vor KI-Agenten: Kunden haften womöglich für weitergegebene Zugangsdaten

29 Oct 2026

TL;DR

Die Bank of America rät Kunden, Benutzernamen und Passwörter nicht an externe KI-Agenten weiterzugeben, und verweist auf die Haftung für Aktivitäten aus freiwillig geteilten Zugangsdaten. Gleichzeitig arbeiten Großbanken an eigenen Regeln für Zahlungen mit KI-Agenten und Stablecoins.

Markets TradeReviewed News Desk

Die Bank of America zieht eine klare Grenze beim Einsatz fremder KI-Agenten. Wie BTC-ECHO berichtet, warnt die US-Großbank ihre Kunden davor, KI-Assistenten selbstständig Zahlungen vorbereiten oder Einkäufe erledigen zu lassen, wenn diese dafür Zugriff auf das Bankkonto brauchen.

Zugangsdaten bleiben beim Kunden

In einer Kundenmitteilung mit dem Titel “Protecting your finances in the AI World” fordert die Bank dazu auf, Benutzernamen und Passwörter nicht an externe Dienste weiterzugeben. Zudem weist sie darauf hin, dass Kunden für Aktivitäten verantwortlich sind, die aus der freiwilligen Weitergabe ihrer Zugangsdaten entstehen.

Ganz schutzlos sind Verbraucher in den USA dabei nicht. Der Electronic Fund Transfer Act schützt vor nicht autorisierten elektronischen Überweisungen. Wie weit dieser Schutz reicht, hängt laut BTC-ECHO davon ab, ob der Kontoinhaber eine Transaktion selbst genehmigt hat. Ein freiwillig geteiltes Passwort bedeutet demnach nicht automatisch, dass alle Erstattungsansprüche verloren sind.

Banken bauen eigene KI-Zahlungen

Auf KI verzichten will die Branche trotzdem nicht. Im September veröffentlichte die Bank of America zusammen mit fünf weiteren Großbanken Grundsätze für Agentic-Commerce-Anwendungen, die Zahlungen mit KI-Agenten sicherer machen sollen, darunter Transparenz, Datenschutz und Kompatibilität verschiedener Zahlungssysteme. Der hauseigene Assistent Erica kam im vierten Quartal 2025 auf 20 Millionen Nutzer und 200 Millionen Interaktionen. Die Bank erwartet außerdem, dass KI-Agenten und Stablecoins wie USDC künftig stärker in bestehende Zahlungssysteme eingebunden werden.

Was das für Trader bedeutet

Die Debatte betrifft auch Krypto. Viele Trader verbinden Bots oder KI-Tools per API mit ihren Börsenkonten. Hier gilt dasselbe Prinzip: niemals Passwörter teilen, sondern nur API-Schlüssel mit eingeschränkten Rechten nutzen, am besten ohne Auszahlungsfunktion und mit IP-Freigabe. Auch die US-Aufsicht CFTC diskutiert gerade, wer haftet, wenn ein autonomer Trading-Agent Fehler macht.

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Nur zur Information, keine Anlageberatung.

Quellen

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