29 Oct 2026
Eine KI-gestützte Analyse des Bitcoin-Core-Codes hat drei Sicherheitslücken aufgedeckt, darunter einen Fehler, mit dem Angreifer Nodes aus der Ferne zum Absturz bringen konnten. Die Entwickler haben am 27. Oktober Updates veröffentlicht, bestimmte 32-Bit- und FAT32-Systeme bleiben jedoch anfällig.
Bitcoin TradeReviewed News Desk
Die Entwickler von Bitcoin Core haben drei Sicherheitslücken offengelegt, die bei einer automatisierten KI-Analyse des Quellcodes gefunden wurden. Das berichtet BTC-ECHO. Alle Funde wurden anschließend von einem menschlichen Entwickler überprüft.
Nodes konnten aus der Ferne abstürzen
Die gravierendste Lücke betraf Nodes unter Windows, macOS und BSD. Verbundene Rechner konnten so viele Daten senden, dass der Arbeitsspeicher des angegriffenen Nodes erschöpft war und dieser abstürzte. Die Entwickler bestätigten den Fehler am 23. Oktober und veröffentlichten am 27. Oktober Sicherheitsupdates.
Zwei weitere Schwachstellen
Bei der zweiten Lücke konnten verbundene Nodes eine veraltete Protokollversion vortäuschen und danach die Kommunikation blockieren. Nachrichten stauten sich dadurch im Arbeitsspeicher. Laut Sicherheitshinweis stieg der Speicherbedarf um bis zu zwei Megabyte pro eingehender und fünf Megabyte pro ausgehender Verbindung und Stunde.
Der dritte Fehler betraf die Speicherung von Daten bei Blockchain-Reorganisationen. Miner konnten präparierte Blöcke erzeugen, die einen Dateiüberlauf auslösten. Auf Windows- und 32-Bit-Systemen konnte das den Node lahmlegen, und ein Neustart half nicht. Bestimmte 32-Bit-Systeme sowie Nodes auf älteren FAT32-Speichermedien bleiben auch nach dem Update anfällig.
Neue Regeln zur Offenlegung
Die Veröffentlichung folgt einer Änderung der Sicherheitsrichtlinie vom 22. Oktober. Bisher hielten die Entwickler mittelschwere Lücken teils bis zu ein Jahr zurück, damit Betreiber Zeit für Updates haben. Weil große Sprachmodelle solche Fehler inzwischen leichter finden, sollen leicht auffindbare Lücken künftig schneller behoben und dokumentiert werden. In den kommenden zwei Wochen wollen die Entwickler drei weitere Lücken mit mittlerem und hohem Schweregrad offenlegen, die bereits in Bitcoin Core 30.0 behoben sind.
Was das für Trader bedeutet
Für Anleger, die BTC an einer Börse halten oder handeln, ändert sich unmittelbar nichts: Die Lücken betreffen den Betrieb einzelner Nodes, nicht das Protokoll oder die Coins. Wer selbst einen Node betreibt, sollte jedoch zügig aktualisieren und alte 32-Bit- oder FAT32-Setups ersetzen. Der Fall zeigt auch, dass KI die Fehlersuche in Open-Source-Software beschleunigt, was kurzfristig mehr Offenlegungen bedeuten dürfte.
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Quellen
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