Bitcoin vor der Fed-Woche: Teures Öl und KI-Zweifel drücken den Kurs

24 Oct 2026

TL;DR

Bitcoin ist von seinem Wochenhoch bei 84.835 USD auf rund 80.949 USD zurückgefallen, obwohl die US-Renditen deutlich sanken. Laut BTC-ECHO belasten Zweifel an den KI-Ausgaben der Tech-Konzerne und ein Brent-Ölpreis über 113 USD den Markt vor der Fed-Entscheidung am 28. Oktober.

Bitcoin TradeReviewed News Desk

Bitcoin hat eine schwierige Woche hinter sich. Wie BTC-ECHO berichtet, stieg die größte Kryptowährung am Mittwochabend kurz vor 19 Uhr deutscher Zeit noch auf 84.835 USD und damit auf ein neues Wochenhoch. Am Donnerstagabend notierte sie nur noch bei 80.949 USD. Auslöser waren vor allem die Quartalszahlen großer Tech-Konzerne und ein steigender Ölpreis, kurz vor der nächsten Sitzung der US-Notenbank.

Meta und Tesla verunsichern Tech-Anleger

Meta meldete für das dritte Quartal Investitionsausgaben von 34,9 Mrd. USD, nach 19,4 Mrd. USD ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr plant der Konzern 135 bis 145 Mrd. USD, vor allem für KI-Rechenzentren. Der freie Cashflow lag laut BTC-ECHO bei minus 2,1 Mrd. USD und damit erstmals seit 2012 im negativen Bereich. Die Aktie verlor am Donnerstag rund 7 Prozent.

Tesla ging den umgekehrten Weg und senkte die Investitionsplanung für 2026 auf rund 20 Mrd. USD, nach zuvor mehr als 25 Mrd. USD. Auch diese Aktie gab nachbörslich um 3,3 Prozent nach. Der Nasdaq fiel am Donnerstag um 2,6 Prozent, so stark wie seit Juni nicht mehr.

Sinkende Renditen helfen Bitcoin nicht

Das Geld floss in Staatsanleihen: Die zehnjährige US-Rendite fiel um mehr als 17 Basispunkte auf 4,97 Prozent und lag erstmals seit dem 23. September unter 5 Prozent. Normalerweise wäre das Rückenwind für Bitcoin. Stattdessen verlor BTC am Donnerstag 3,3 Prozent, und aus den Bitcoin-Spot-ETFs flossen 635,5 Mio. USD ab, nachdem in den drei Handelstagen davor über 1 Mrd. USD zugeflossen war. Auch Gold fiel zeitweise auf 4.060 USD je Unze, den tiefsten Stand seit dem 4. August.

Ölpreis und Inflation als Risiko

Nach Angriffen der Huthi-Miliz in Saudi-Arabien stieg Brent am Donnerstag um 4 Prozent auf 113,17 USD je Barrel, den höchsten Schlusskurs seit dem 4. Mai. Die US-Verbraucherpreise lagen im September 3,7 Prozent über dem Vorjahr. In einer Reuters-Umfrage erwarten 94 von 100 Ökonomen unveränderte Zinsen im Oktober, alle 100 rechnen mit einem restriktiven Schritt im Dezember.

Was das für Trader bedeutet

Bitcoin handelt derzeit eher wie ein Tech-Wert als wie ein sicherer Hafen. Die entscheidenden Termine sind Mittwoch, der 28. Oktober (Fed-Entscheid um 19 Uhr deutscher Zeit, danach Zahlen von Microsoft und Alphabet), sowie Donnerstag mit US-BIP, PCE-Preisindex, EZB-Entscheid und den Amazon-Zahlen. In solchen Wochen steigt die Volatilität oft stark. Wer Positionen hält, sollte Hebel und Stop-Loss bewusst setzen. Welche Börsen bei Gebühren, Liquidität und Sicherheit überzeugen, zeigt unser Börsenvergleich, und wie wir testen, erklärt unsere Methodik.

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