27 Oct 2026
Bitcoin liegt im Oktober rund 4,1% im Minus und steuert auf den zweiten Verlustoktober in Folge zu. Daten von Galaxy, Glassnode und Santiment deuten dennoch auf eine Bodenbildung hin. Die November-Statistik nach roten Oktobern mahnt aber zur Vorsicht.
Bitcoin TradeReviewed News Desk
Bitcoin (BTC) hat seit Anfang Oktober rund 4,10% verloren und steuert damit auf den zweiten roten Oktober in Folge zu. Wie BeInCrypto berichtet, zeigen Kurs, Positionierung, On-Chain-Daten und das Makrobild trotzdem vier Signale, die eher für eine Bodenbildung als für einen weiteren Abverkauf sprechen. Der Monatsabschluss steht in vier Tagen an.
Signal 1: Der 50-Wochen-Durchschnitt hält
Galaxy-Forschungschef Alex Thorn betrachtet den 200-Wochen-Durchschnitt als Boden eines Bärenmarkts und den 50-Wochen-Durchschnitt als Decke. Bitcoin testete den Boden im Juni und eroberte die Decke im September nach 44 Wochen darunter zurück. Bei rund 79.935 USD liegt der Kurs etwa 5% über dem 50-Wochen-Durchschnitt von 75.812 USD. Galaxy hat vier frühere Rückeroberungen nach mindestens 20 Wochen unter dieser Linie ausgewertet: Im Folgejahr schloss Bitcoin nie mehr als 8,4% unter dem Rückeroberungsniveau.
Signal 2: Das schnelle Geld ist schon raus
Die Netto-Long-Positionen von Vermögensverwaltern in CME-Bitcoin-Futures sind seit dem Allzeithoch um 57% gesunken. Neun Investmenthäuser, darunter Millennium Management und Goldman Sachs, haben ihre gemeldeten Spot-ETF-Bestände zwischen September 2025 und Juni 2026 um zusammen 68.000 BTC-Äquivalente abgebaut. Seit dem Tief im Juni haben US-Spot-Bitcoin-ETFs wiederum 87.000 BTC aufgenommen.
Signal 3: Kurzfristige Käufer und Retail ziehen sich zurück
Laut Glassnode liegt nur noch etwa 70% des Bestands kurzfristiger Halter im Gewinn, Ende September war es fast der gesamte Bestand. Santiment zählt seit dem 16. Oktober rund 30.000 weniger nicht-leere Wallets und wertet diese Kapitulation von Kleinanlegern historisch als konstruktiver als einen plötzlichen Zustrom neuer Käufer.
Signal 4: Die US-Schulden
Die US-Staatsverschuldung lag am 20. Oktober bei 40,44 Billionen USD, das Haushaltsjahr 2026 endete mit einem Defizit von 1,99 Billionen USD. Galaxy argumentiert, dass die Refinanzierung bei Zinsen nahe 5% den Druck erhöht, mehr Inflation zu tolerieren, was knappe Vermögenswerte wie Bitcoin stützen könnte. Dieser Effekt wirkt allerdings über Jahre, nicht über Wochen.
Der Haken: November nach rotem Oktober
Seit 2010 schloss der November laut Coinglass in 63% der Jahre im Plus, mit einem Median von 10,26%. Nach einem roten Oktober stieg der November aber nur in 2 von 5 Fällen. Im Vorjahr folgte auf ein Oktober-Minus von 3,95% ein November-Minus von 17,49%.
Was das für Trader bedeutet
Santiment nennt zwei Marken: Ein längerer Bruch unter 79.000 USD würde das Boden-Signal verzögern, eine Rückeroberung nahe 82.500 USD würde es stärken. Wer auf diese Spanne handeln will, sollte Gebühren und Liquidität der Börsen vergleichen, etwa in unserem Börsenvergleich oder in den Tests zu BingX und OKX. Einen Überblick für Einsteiger gibt unser Ratgeber Wo Bitcoin kaufen. Keine Anlageberatung.
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