Britische Banken blockieren Krypto-Käufe: über 10.000 Beschwerden in drei Monaten

26 Oct 2026

TL;DR

Britische Banken schränken Überweisungen an Krypto-Börsen immer stärker ein. Laut BTC-ECHO gingen zwischen Mai und August 2026 bei Stand With Crypto 10.092 Beschwerden ein, mehr als die Hälfte davon gegen Lloyds, Barclays und NatWest.

Regulation TradeReviewed News Desk

Britische Banken blockieren Krypto-Käufe ihrer Kunden immer häufiger. Wie BTC-ECHO berichtet, verweigern zahlreiche Institute in Großbritannien Überweisungen an Krypto-Börsen oder begrenzen die Beträge, die Kunden dort investieren dürfen. Betroffen sind demnach selbst Börsen, die bei der britischen Finanzaufsicht registriert sind.

10.092 Beschwerden von 9.803 Personen

Zwischen Mai und August 2026 meldeten laut dem Bericht 9.803 Personen über ein Onlineportal der Initiative Stand With Crypto insgesamt 10.092 Beschwerden. Die meisten betrafen die Lloyds Banking Group, zu der auch Halifax und die Bank of Scotland gehören, mit 2.297 Fällen. Dahinter folgen Barclays mit 1.569 und NatWest mit 1.278 Beschwerden. Die drei Bankengruppen vereinen damit gut 51 Prozent aller Meldungen.

Sehr unterschiedliche Limits

Die Regeln unterscheiden sich deutlich. Barclays erlaubt laut BTC-ECHO höchstens 2.500 Pfund pro Transaktion bei einem monatlichen Limit von 10.000 Pfund. Bei NatWest liegt die Grenze bei 1.000 Pfund pro Tag und 5.000 Pfund innerhalb von 30 Tagen. Sechs weitere Banken untersagen Zahlungen an Krypto-Börsen vollständig. Für viele Kunden sind die Vorgaben zudem schwer nachvollziehbar: 28 Prozent der Meldungen richten sich gegen Banken, die ihre Einschränkungen gar nicht veröffentlicht haben.

Betrugsprävention gegen Verhältnismäßigkeit

Die Banken begründen ihre Maßnahmen vor allem mit dem Schutz der Kunden vor Betrug und finanziellen Verlusten. Stand With Crypto hält pauschale Sperren dagegen für unverhältnismäßig und fordert individuelle Risikoprüfungen statt genereller Blockaden.

Was das für Trader bedeutet

Für Anleger zeigt der Fall, dass der Zugang zum Kryptomarkt nicht nur von der Börse, sondern auch von der eigenen Bank abhängt. Wer regelmäßig einzahlt, sollte die Limits seiner Bank kennen und alternative Einzahlungswege der Börse prüfen, bevor es eilig wird. In der EU schafft die MiCA-Regulierung einheitlichere Regeln für Krypto-Anbieter, an der Haltung einzelner Banken ändert sie aber nicht automatisch etwas. Welche Plattformen lizenziert sind und welche Einzahlungsmethoden sie anbieten, zeigt unser Krypto-Börsenvergleich. Details finden Sie in unseren Testberichten zu BingX und OKX sowie im Ratgeber Wo Bitcoin kaufen.

Quelle: BTC-ECHO.

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