25 Oct 2026
Eine Studie von Coinbase und The Block Pro Research zeigt: Über Stablecoins laufen stündlich mehr als 400 Millionen US-Dollar, und 73 Prozent des Volumens entfallen auf Zeiten, in denen US-Banken geschlossen sind. Sieben der zehn größten US-Banken testen bereits Stablecoins oder tokenisierte Einlagen.
Markets TradeReviewed News Desk
Stablecoins laufen, wenn Banken schließen
Eine gemeinsame Untersuchung von Coinbase und The Block Pro Research unterstreicht die wachsende Rolle von Stablecoins im Zahlungsverkehr. Wie BTC-ECHO berichtet, wickeln Nutzer stündlich mehr als 400 Millionen US-Dollar über digitale Dollar-Token ab. Rund 73 Prozent dieses Transfervolumens fallen außerhalb der regulären Banköffnungszeiten in den USA an.
Der Grund liegt auf der Hand: Klassische Zahlungssysteme bleiben laut der Studie auch 2026 etwa ein Drittel der Zeit geschlossen. Unternehmen und Privatpersonen weichen deshalb zunehmend auf Krypto-Netzwerke aus, die rund um die Uhr verfügbar sind.
Die wichtigsten Zahlen
- Das Stablecoin-Transaktionsvolumen hat sich seit Anfang 2023 mehr als vervierfacht und erreichte im dritten Quartal 2026, bereinigt um Bots, 891 Milliarden US-Dollar.
- Hält das Wachstum an, könnte das Quartalsvolumen bis Ende 2027 rund 1,5 Billionen US-Dollar erreichen.
- Der Sektor zählt 293 Millionen individuelle Adressen.
- Bei grenzüberschreitenden Zahlungen, etwa mit USDC auf dem Layer-2-Netzwerk Base, sparen Absender gegenüber Banküberweisungen bis zu 86 Prozent an Gebühren.
US-Großbanken ziehen nach
Auch traditionelle Finanzinstitute treiben die Integration voran. Laut der Studie testen sieben der zehn größten US-Banken Stablecoins oder tokenisierte Einlagen für das Settlement, die übrigen drei planen diesen Schritt. Zusätzlich gewinnt der Bereich „Agentic Finance“ an Bedeutung: Autonome KI-Agenten könnten bis 2030 Handelsvolumina von drei bis fünf Billionen US-Dollar über digitale Dollar-Schienen koordinieren. Dabei handelt es sich um eine Prognose, nicht um bestätigte Zahlen.
Was es für Trader bedeutet
Stablecoins sind längst mehr als ein Parkplatz zwischen zwei Trades. Wer am Wochenende oder nachts handelt, nutzt genau die Infrastruktur, die laut Studie den Großteil des Volumens trägt. Für europäische Nutzer zählt dabei vor allem, ob eine Börse unter MiCA reguliert ist, welche Stablecoins sie unterstützt und wie günstig Ein- und Auszahlungen sind.
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