26 Oct 2026
Kunden des Bitcoin-Hardware-Wallets Passport haben in der Nacht auf Montag einen gefälschten "dringenden Rückruf" erhalten, verschickt von offiziellen Foundation-Domains. Foundation macht kompromittierte Cloudflare-API-Schlüssel verantwortlich und sagt, die Gelder auf den Geräten seien sicher. Brisant: Die Mails enthielten teils Namen, Adressen und Telefonnummern.
Bitcoin TradeReviewed News Desk
Der Hersteller des Bitcoin-Hardware-Wallets Passport, Foundation, kämpft mit einer gezielten Phishing-Welle. Wie Journal du Coin und BeInCrypto berichten, erhielten Kunden in der Nacht von Sonntag auf Montag eine gefälschte “Urgent recall notice”, also einen angeblichen Produktrückruf. Das Besondere: Die E-Mails kamen von den offiziellen Domains der Marke.
Was in der Mail stand
Laut Journal du Coin tauchten die ersten Meldungen am Montag gegen 4 Uhr (Pariser Zeit) im Community-Forum von Foundation auf, innerhalb einer Stunde beschrieben rund zwanzig Kunden dieselbe Nachricht. Die Mail behauptete, ein Displayfehler des Passport erlaube es, Guthaben “genau jetzt” abzuziehen. Ein Button “Review your options” führte über einen Werbe-Redirect auf eine Seite auf Arweave. Mehrere Empfänger berichten, sie seien aufgefordert worden, ein neues Wallet oder einen “Vault” anzulegen, also eine Wiederherstellungsphrase auf einer vom Angreifer kontrollierten Seite einzugeben oder zu erzeugen.
Die Mails sprachen Kunden mit Vornamen an. Einige fanden darin ihre Postanschrift, andere ihre Telefonnummer. Ein Nutzer gab an, es sei die Rechnungs- und nicht die Lieferadresse gewesen.
Die Reaktion von Foundation
Weniger als eine Stunde später erklärte Foundation auf X, Spam-Mails, die scheinbar von offiziellen Domains stammten, seien auf einen oder mehrere kompromittierte API-Schlüssel bei Cloudflare zurückzuführen. Alle API-Schlüssel wurden widerrufen, die bösartige Domain ist offline. Die auf Passport gespeicherten Gelder seien sicher und die Hardware nicht kompromittiert, ein vollständiger Bericht soll folgen.
Offen bleibt laut Journal du Coin, woher die Angreifer die Kundendaten hatten: Cloudflare-Schlüssel erklären den Versand über die echten Domains, nicht aber Namen und Adressen in den Mails. Schon im August 2026 hatten gefälschte “Foundation Devices”-Mails Passport-Besitzer ins Visier genommen.
Was das für Trader bedeutet
- Seed niemals online eingeben: Kein Hersteller fragt nach den 24 Wörtern. Ein Hardwarefehler lässt sich nicht per Link beheben. Wer seine Phrase auf der Seite eingegeben hat, sollte das Wallet als verloren betrachten und die Coins sofort auf ein neues Wallet mit neuer Phrase übertragen.
- Mit Folgeangriffen rechnen: Da Telefonnummern und Adressen im Umlauf sind, sind Nachrichten per SMS oder Brief wahrscheinlich.
- Verwahrung prüfen: Wer einen Teil seiner Coins auf einer Börse hält, sollte Sicherheit und Regulierung vergleichen. Unser Krypto-Börsenvergleich sowie die Tests von BingX und OKX helfen dabei. Wie man sicher einsteigt, zeigt unser Ratgeber Wo Bitcoin kaufen.
Quellen: Journal du Coin, BeInCrypto. Keine Anlageberatung.
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Sources
- Journal du Coin: Phishing : de faux e-mails Foundation visent les détenteurs du wallet Bitcoin Passport
- BeInCrypto DE: Ist Ihr Passport-Wallet sicher? Das sagt die Foundation zu den Phishing-E-Mails
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