Sparkassen starten Bitcoin-Handel, JPMorgan rechnet mit 10 Prozent Rendite pro Jahr

25 Oct 2026

TL;DR

Seit dem 19. Oktober können erste Sparkassen-Kunden Bitcoin und weitere Coins direkt in der Banking-App handeln. Gleichzeitig nimmt JPMorgan Asset Management Bitcoin erstmals in seine Langfristprognosen auf und erwartet 10 Prozent Rendite pro Jahr. In der Schweiz hat die FINMA den ersten echten Bitcoin ETF für Privatanleger zugelassen.

Bitcoin TradeReviewed News Desk

Sparkassen öffnen sich für Krypto

Nach Jahren der Zurückhaltung bieten die Sparkassen ihren Kunden nun Kryptowährungen an. Wie BTC-ECHO in seinem Wochenrückblick berichtet, können erste Kunden seit dem 19. Oktober Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon direkt über ihre Banking-App kaufen und verkaufen. Das Angebot heißt “Krypto powered by Deka” und wird gemeinsam mit der Börse Stuttgart umgesetzt.

Laut dem Bericht haben bereits mehr als 230 Sparkassen Interesse signalisiert. Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Institute hinzukommen. Für eine Finanzgruppe, die Bitcoin vor wenigen Jahren noch sehr kritisch sah, ist das eine deutliche Kehrtwende.

JPMorgan: Bitcoin vor Aktien und Gold

JPMorgan Asset Management berücksichtigt Bitcoin erstmals in seinen Long-Term Capital Market Assumptions. Über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren rechnet die Bank mit einer jährlichen Rendite von 10 Prozent. Zum Vergleich nennt der Bericht 7,5 Prozent für große US-Aktien, 8,2 Prozent für Immobilienfonds und 5,5 Prozent für Gold.

Wichtig: Es handelt sich um eine langfristige Annahme eines Vermögensverwalters, nicht um eine Kursprognose für die kommenden Wochen. Bitcoin bleibt deutlich volatiler als die genannten Vergleichsklassen.

Schweiz genehmigt ersten echten Bitcoin ETF

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat laut BTC-ECHO erstmals einen echten Bitcoin ETF für Privatanleger zugelassen. Der Publikumsfonds darf direkt in Bitcoin investieren und wird an der Börse gehandelt. Anders als die in Europa verbreiteten Bitcoin-ETPs ist er keine Schuldverschreibung, sondern ein regulierter Fonds, dessen Vermögen rechtlich vom Anbieter getrennt ist.

Unsicherheit um die Haltefrist in Deutschland

Gleichzeitig sorgt die geplante Abschaffung der steuerfreien Krypto-Haltefrist für Unruhe. Im BTC-ECHO Insider Report erwarten 65,2 Prozent der 46 befragten Experten eine sinkende Nachfrage deutscher Privatanleger, falls die Pläne umgesetzt werden. 73,9 Prozent rechnen damit, dass Deutschland für Krypto-Unternehmen an Attraktivität verliert. Trotzdem stieg der Krypto-Optimismus-Index der Umfrage von 60,5 auf 69,5 Punkte.

Was das für Trader bedeutet

Diese Meldung ist keine Anlageberatung.

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